Hypnose, allgemeine Informationen

Was ist Hypnose und wie wirkt sie:

 

Unter Hypnose versteht man eine Methode, einen Trancezustand zu erzeugen, bei dem ein direkter Zugang zum Unterbewusstsein geöffnet wird. Es handelt sich hierbei um eine sanfte und gleichzeitig sehr effektive Möglichkeit, um Einfluss auf unerwünschte Verhaltensweisen (wie z.B. rauchen, übermäßiges Essen etc.) auszuüben und innere Ziele zu erreichen.

 

Ich werde des Öfteren gefragt, ob denn jeder hypnotisierbar ist.

Bis auf bestimmte medizinische Erkrankungen, die meist hirnorganische Ursachen haben oder bei einigen Medikamenten, Drogenmissbrauch usw., kann ich dies mit ja beantworten. Weiter unten im Text habe ich die Kontraindikationen aufgelistet.

 

Trancezustände erlebt fast jeder Mensch, auch wenn Ihnen das bisher nicht bewusst war. Leichte Trance kann z.B. beim Autofahren auftreten, nach langen Strecken, wenn Sie nicht mehr konzentriert sind und gedanklich mit anderen Aktivitäten, die Sie vielleicht heute noch erledigen wollen, beschäftigt sind.

Während Sie Musik hören oder bei bestimmten Handlungen, die Sie automatisiert erledigen und bei denen Sie gedanklich abschweifen.

Ebenso kennen Sie bestimmt dieses Gefühl, wenn Sie kurz vor dem Einschlafen sind, sich  schon in einer traumähnlichen Situation befinden, sich aber durchaus bewusst sind, noch nicht zu schlafen.

Auch das berühmte Tagträumen ist eine Form der Trance.

 

Bei vielen Neuklienten ist das Bild von der Showhypnose geprägt; bei diesen Shows wirkt der Showhypnotiseur meist besonders mächtig und erweckt den Eindruck, die Personen hätten keinerlei Möglichkeit, anders zu reagieren, als vom Hypnotiseur gewollt.

Dies sind besondere und intensive Trancezustände, die das Bewusstsein während einer Show massiv trüben und bei einer therapeutischen Hypnose nicht gewollt sind.

In diesem Zustand ist es kaum möglich, langfristige Veränderungen zu bewirken, und somit ist diese Form der Trance für therapeutische Ziele eher ungeeignet.

 

Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn Sie sich während einer Hypnose-Behandlung weder "willenlos" noch "bewusstlos" oder gar "ohnmächtig" fühlen.

 

Bei der therapeutischen/medizinischen Hypnose werden deshalb bevorzugt weniger bewusstseinstrübende Trancen herbeigeführt, die meist einem eher intensivem Entspannungsgefühl gleichen und mit phasenweisem "Abschweifen" des Bewusstseins einhergehen es kann aber ebenfalls ein Zustand erhöhter Aufmerksamkeit sein. Ziel der Hypnose-Behandlung ist es, langfristige Wirkungen zu erzielen, und Sie werden bemerken, dass Sie jederzeit die Möglichkeit hätten, in das Geschehen einzugreifen. Selbstverständlich können Sie sich im Anschluss an alles erinnern.

 

Da die Hypnose in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommt und jeder Mensch mit einem anderen Anliegen oder Vorraussetzungen erscheint, können die einzelnen Behandlungsmethoden voneinander abweichen, um so für jeden Klienten die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Kontraindikationen

 

  • Bei Psychosen sollte von einer Hypnosetherapie unter Umständen Abstand genommen werden. Für die Voraussetzung einer Behandlung ist vorab eine genaue Diagnostik ausschlaggebend, bitte sprechen Sie mich an.

  • Schizophrenie, besonders wenn keine medikamentöse Behandlung erfolgt

  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Demenz, Alzheimer, Morbus Parkinson usw.)

  • Bei Persönlichkeitsstörungen kann eine Hypnosetherapie unter Umständen nicht geeignet sein. Für die Voraussetzung einer Behandlung ist vorab eine genaue Diagnostik ausschlaggebend, bitte sprechen Sie mich an.

  • Herz- Kreislauferkrankungen z.B. ein kürzlich vorgefallener Schlaganfall oder Herzinfarkt

  • Hohe Thrombosegefahr, Aneurysma

  • Suchterkrankungen (Drogenabhängigkeit, Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit) hier kann unter Umständen keine Hypnosetherapie durchgeführt werden. Dies muss im Einzelfall entschieden werden

  • Bestimmte Psychopharmaka können unter Umständen die Wirkung der Hypnose ungünstig beeinflussen

 

Weitere Gründe, die gegen eine Hypnose sprechen:

 

  • Es findet bereits eine Behandlung bei einem Arzt oder Therapeuten statt und dieser gibt kein Einverständnis für eine Hypnose-Behandlung

  • Bei Kindern und Jugendlichen, ohne die Ausdrückliche Genehmigung durch Eltern bzw. gesetzlichen Vertreter

 

Wichtige Informationen und Hinweise für Ihre Hypnose-Behandlung

 

Sehr geehrte Klientinnen und Klienten,

 

hier habe ich einige Informationen zusammengetragen, die Ihnen dabei helfen sollen, sich auf Ihre Hypnose-Behandlung vorzubereiten.

 

In meiner Praxis lege ich sehr großen Wert auf einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Hypnose und versuche im Vorfeld alle Details zu berücksichtigen, die wichtig für die Wirksamkeit der Hypnose sind.

 

Da Ihre Mitarbeit einen Teil des Erfolges ausmacht, ist auch Ihr Verhalten und Ihr Umgang mit der Hypnose-Behandlung von entscheidender Bedeutung.

 

Um einen optimalen Ablauf und eine maximale Wirkung Ihrer Hypnose-Behandlung zu erzielen, bitte ich Sie, die nachfolgenden Seiten mit den Hinweisen zum Verhalten vor, während und nach der Hypnose sorgfältig durchzulesen, zu beachten und umzusetzen.

 

Die Rahmenbedingungen können bei einzelnen Behandlungsthemen abweichen. In solchen Fällen werde ich Sie aber gesondert darauf aufmerksam machen und Ihnen ggf. abweichende Verhaltensempfehlungen geben.

 

 

Hinweise zum Verhalten vor der Hypnose

 

  • Kommen Sie bitte rechtzeitig zu Ihrem Hypnose-Termin und vermeiden Sie unnötige Hektik im Vorfeld.

  • Sie sollten 3 – 4 Stunden vor Ihrem Termin Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke meiden, da dies eventuell verhindern kann, dass der nötige Trancezustand erreicht wird. Trinken Sie stattdessen ausreichend Wasser.

  • Selbstverständlich sollten Sie vorher auch keine Drogen oder Alkohol konsumieren. Sie sollten nur Medikamente einnehmen, die Sie von Ihrem Arzt verordnet bekommen haben.

  • Um die Behandlungszeit optimal auszunützen, ist es von Vorteil, wenn Sie im Vorfeld eine Übersicht über Vorerkrankungen, frühere Behandlungen und Medikamente, die Sie einnehmen, erstellen. Sie haben die Möglichkeit, diese auch vorab per E-Mail an mich zu senden.

  • Falls Sie sich wegen des Themas, welches in der Hypnose behandelt werden sollte, bereits in anderweitiger Behandlung befinden, sollte dies unbedingt mit dem Behandler (Arzt, Psychiater usw.) abgesprochen werden, um abzuklären, ob von einer Hypnose-Behandlung aus irgendwelchen Gründen abzusehen ist.

  • Ich bitte Sie ebenfalls bei dem Vorgespräch im Rahmen der Anamnese unbedingt korrekte Angaben zu machen, denn nur so kann ich meine Vorgehensweise optimal abstimmen. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben können unter Umständen die Wirkung einschränken oder gar zu Ihrer Verfehlung führen.

 

Hinweise zum Verhalten während der Hypnose

 

  • Folgen Sie während der Hypnose meinen Anweisungen

  • Versuchen Sie bitte nicht zu experimentieren, indem Sie austesten, ob Sie sich während der Hypnose gegen meine Worte „wehren“, die Hypnose selbständig auflösen oder die Augen öffnen können. Im Prinzip wäre dies alles möglich, denn Sie sind ja nicht mein „willenloses Opfer“, aber solches Verhalten kann im Zweifel die Wirksamkeit mindern oder unter Umständen aufheben.

  • Selbstverständlich ist es während der Behandlung jederzeit möglich mit mir zu sprechen, falls Ihnen z.B. etwas unangenehm ist, Sie über bestimmte Themen nicht sprechen möchten oder Sie müssen einfach nur auf die Toilette.

  • Versuchen Sie auch nicht, während der Hypnose zu analysieren:

    z.B. welche Trancetiefe Sie vielleicht haben oder Sie haben vorher bereits über bestimmte Hypnose-Behandlungen gelesen oder gehört und wundern sich warum Ihre Sitzung anders verläuft. Versuchen Sie einfach eine unvoreingenommene „Beobachterposition“ einzunehmen und sich auf Ihre Gedanken, Emotionen, körperliche Empfindungen und inneren Bilder einzulassen.

    Hypnose-Behandlungen sind immer auf den jeweiligen Klienten zugeschnitten und nicht standardisiert, sodass Ihr Erlebnis von anderen Erzählungen abweichen kann.

  • Aufgrund des Trancezustandes können bei Ihrem Körper einige Effekte auftreten.

    Diese sind aber vollkommen ungefährlich. Bei einigen Klienten tritt ein Juckreiz auf (da in Hypnose der Körper oft besser durchblutet ist), manche spüren einen Hustenreiz, andere einen erhöhten Schluckreflex oder auch einen starken Lachreiz (in hypnotischer Trance ist es teilweise so, dass Glückshormone ausgeschüttet werden).

    Versuchen Sie, diese Reaktionen nicht zu unterdrücken, sondern wenn es Sie juckt, kratzen Sie sich, wenn Sie Lachen müssen, lachen Sie. Jeder Widerstand könnte dazu führen, die Trancetiefe zu stören oder zu mindern; geben Sie also diesen Empfindungen lieber nach, denn meist führt es dazu, dass Sie anschließend schneller in eine tiefere und intensivere Trance fallen.

 

Hinweise zum Verhalten nach der Hypnose

 

  • Falls Sie im Anschluss noch Termine wahrnehmen müssen, achten Sie darauf, dass Ihnen noch genügend Zeit bleibt wieder vollkommen wach zu werden. Einige Klienten fühlen sich nach der Hypnose so, als wären sie gerade aus einem Mittagsschlaf erwacht, und benötigen noch etwas Zeit, um sich wieder vollkommen wach und fit zu fühlen. Es empfiehlt sich daher, wenn es Ihnen möglich ist, lange Autofahrten im Anschluss zu vermeiden und eher auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen oder sich fahren zu lassen.

  • Da eine Hypnose-Behandlung nicht sofort ihre komplette Wirksamkeit entfaltet, sondern sich in einem Zeitraum von 72 Stunden erst entwickelt, ist es generell ratsam während dieses Zeitraums nicht intensiv darüber nachzudenken oder zu recherchieren, ob dies bereits eingetreten ist. Sie sollten ebenfalls in diesen 72 Stunden Gespräche, über die Hypnose-Sitzung oder die Themen, die behandelt wurden, meiden. Das Gehirn benötigt diese Zeit, um hypnotische Suggestionen abzuspeichern und zu verarbeiten.

  • Achten Sie darauf, dass Sie in diesen 72 Stunden für ausreichend Schlaf sorgen, da im Schlaf die Verarbeitung der Hypnose-Behandlung optimiert wird.

  • Vermeiden Sie es auch während dieses Zeitraums von 72 Stunden größere Mengen Alkohol, Drogen oder auch Medikamente, die Sie nicht dringend benötigen, einzunehmen. Jede Einnahme von bewusstseinsverändernden Medikamenten oder Genussmitteln kann die Wirkung der Hypnose hemmen oder gar aufheben.

  • Sie sollten in den kommenden Tagen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen (optimalerweise stilles Wasser), da Ihr Gehirn und Ihr Nervensystem dadurch unterstützt werden die Prozesse zu verarbeiten.

    Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich gerne an mich, ich stehe Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Hypnose-Behandlung!

Diesen Text, mit den wichtigen Informationen und Hinweisen für Ihre Hypnose-Behandlung, finden Sie ebenfalls unter - Dokumente zum Download.

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